Mikrotechniken: Multitechnologien für multiple Anwendungen in Branchen mit hohem Wertschöpfungspotential

Die Mikrotechniken lassen sich keinem bestimmten Industriezweig zuordnen (z.B. einem französischen APE-Tätigkeitscode) und auch keiner bestimmten wissenschaftlichen Disziplin: Es handelt sich um eine multidisziplinäre Aktivität, die in den industriellen und in den wissenschaftlichen Bereich greift. Dabei stellen die Miniaturisierung und die Integration komplexer Funktionen den gemeinsamen Nenner der mikrotechnischen Problematik dar.

Zu den erforderlichen Kompetenzen für die Herstellung mikrotechnischer Teilsysteme und Systeme gehören unter anderem:

- Mikromechanik
- Optik
- Thermik
- Zeit-Frequenz
- Elektronik
- Fluidtechnik
- Akustik
- Signalverarbeitung

Die Mikrotechniken sind ein übergreifendes Konzept, das mehrere Kompetenzschwerpunkte und mehrere industrielle Zweige umfasst.

Multiple Anwendungen…

Die Anzahl der wissenschaftlichen und industriellen Zweige, in denen die “mikrotechnischen” Tätigkeiten nun einen festen Platz einnehmen, steigt weltweit.
Damit umfasst der Begriff eines mikrotechnisches Produktes eine steigende Anzahl von Produkten in immer zahlreicheren Anwendungsbranchen. Das Enderzeugnis, in welches das Teilsystem oder System eingebaut wird, ist aber nicht unbedingt ein "mikrotechnisches" Produkt. Es kann sich beispielsweise um ein chirurgisches Instrument, ein Fahrzeug, ein Messgerät handeln.

Eine der Besonderheiten der Mikrotechniken liegt eben in der Tatsache, dass sie in sehr zahlreichen Industriebranchen zum Einsatz kommen: Biomedizin, Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt, Eisenbahnindustrie, Verteidigung, Verbindungstechnik, Erzeugnisse für die breite Öffentlichkeit (unter anderem Uhren und Brillen) u.a.

Vor dem Hintergrund der Miniaturisierung und Addition zusätzlicher Funktionen kommt den Mikrotechniken in all diesen Industriezweigen eine wichtige Rolle zu.

… mit unentbehrlichen Produktivitätsgewinnen

Das Know-how für die Konzeption und Realisation miniaturisierter Teilsysteme (z.B. Sensoren) die beispielsweise für angestrebte Produktivitätsgewinne (Qualität, Schnelligkeit) in eine Prozessausrüstung integriert werden können, ist für alle regionalen Industriepartner wertvoll.


So zeichnen sich die Mikrotechniken durch zwei Hauptmerkmale aus:
- Sie betreffen alle Industriezweige.
- Sie generieren eine industrielle Hebelwirkung, insofern als die Integration mikrotechnischer Teilsysteme dank zusätzlicher, neuenr Funktionen die überlagerten System verbessert.

Franche Comté: Zentrum für Mikrotechnik

Franche Comté ist die Wiege der Mikrotechniken. Die Berufszweige, in denen Kleines und Präzises zum Einsatz kommt, haben hier Geschichte geschrieben und sind hier verwurzelt. Vergessen wir nicht, dass in dieser Region die Uhr entstanden ist.
Zwischen 1820 und 1970 blühte diese Industrie in der Region von beiden Seiten der Schweizer Grenze. Die hiesigen Menschen haben sich der Präzision leidenschaftlich verschrieben und Kompetenzen entwickelt, die heute allen Industriezweigen zugute kommen.
Resultat: Die Mikrotechnik aus der Franche Comté belegt weltweit 1 bis 2% des Marktes.
Ein außerordentliches Ergebnis für eine Region, die 1 bis 2% der französischen Indikatoren ausmacht.

 

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